Chronik der Lebenshilfe Regen e. V.

03.Mai 1972:
Vereinsgründung mit dem Ziel, alle behinderten und von Behinderung bedrohten Menschen des Landkreises zu fördern und ihren Eltern umfangreiche Unterstützung bei ihrer schweren Aufgaben zu geben.

September 1972:
Beginn mit Schule und Tagesstätte in Schweinhütt. Es werden insgesamt 26 Kinder betreut. 

November 1982: 
Kinder können in die neu erbaute "Christophorus Schule" Heilpädagogisches Zentrum einziehen. Der Schul- und Tagestättenleiter Klaus-Dieter Starke arbeitet inzwischen mit 65 Mitarbeitern aller Berufs- und Ausbildungsgruppen für 138 Kinder.

Oktober 1991:
Eröffnung des ersten Wohnheims für Behinderte "Ebenäcker Hof". Heimleiter Helmut Geiss bietet den Bewohnern eine zweite Heimat.

September 1992:
Eröffnung des integrativen Kindergartens in Schweinhütt. Die Leiterin dieser Einrichtung ist Frau Uschi Crusilla.

November 1993:
Die schulvorbereitende Einrichtung für sprachauffällige Kinder in Zwiesel unter der Leitung von Frau Margarete Baumann wird begonnen. Des Weiteren wurde der Familienentlastende Dienst ins Leben gerufen. Diese neue Einrichtung wurde zunächst unter der Leitung von Herrn Jochen Fischer aufgebaut. Im Oktober 1994 übernahm die Leitung dieser offenen Behindertenarbeit Herr Günther Wimmer. Inzwischen werden über 10.000 Betreuungsstunden im Jahr geleistet.

1994: 
Im "Haus der Lebenshilfe" wird die päd. Frühförderung von der Lebenshilfe Regen als Trägerin übernommen. Die Leiterin Frau Gerit Mascher mit ihren 13 Mitarbeiterinnen betreuen jährlich über 160 Vorschulkinder. Zur gleichen Zeit wurde die hauptamtliche Geschäftsstelle installiert mit dem Geschäftsführer Herrn Jochen Fischer.

1995:
Einbindung einer Schulklasse für körperbehinderte Kinder in Schweinhütt.

1997:
Im "Ebenäcker Hof" wird unter der Leitung von Frau Sylvia Hartinger das Wohnpflegeheim für Schwerstbehinderte eingerichtet. Gleichzeitig konnte die erste Außenwohngruppe in Bärndorf mit 9 neuen Heimplätzen unter der Führung von "Heimmutter" Gerda Binder bezogen werden.

1998:
Josef Weinhuber wird Nachfolger von Frau Braumandl.

1999:
Einzug in die Parkstr. 4 in Regen (Frühförderung, FeD, Geschäftsstelle), Beginn des betreuten Wohnens für seelisch behinderte Menschen, Gründung der Stiftung Lebenshilfe für Mitbürger mit Behinderung, Einzug einer Außenwohngruppe in die Böhmerwaldstr. 9 in Regen (bis 2004). Wir konnten mit dem Anbau an der Christophorus Schule beginnen und seit Herbst 2000 nutzen unsere SchülerInnen bereits die zusätzlichen 500 m².

2000:
Der Spatenstich für unseren Neubau eines Wohnheimes und Wohnpflegeheimes mit Förderstätte in Zwiesel erfolgte. Es sollen zusätzlich 32 Wohnplätze und 12 Förderstättenplätze entstehen.

2001:
Unter Teamleitung von Herrn Bernhard Moissl begannen wir im Frühjahr 2001 mit der Einzelwohnform. Trainingsprogramm für selbständiges Wohnen für geistig behinderte Mitbürger, die mit begleitender Unterstützung von pädagogischem Fachpersonal selbstständig in der eigenen Wohnung leben. Ein wichtiger Schritt in die Integration. Die Lebenshilfe Regen in Viechtach eröffnet ihre erste Außenstelle der pädagogischen Frühförderung, um die Therapie zu den Eltern zu bringen und dem Landkreis eine günstigere Infrastruktur für den Elementarbereich bereitzustellen. 24 Bewohner mit Behinderung ziehen in die Wohnanlage Zwiesel. Eine räumlich, konzeptionelle und therapeutisch sehr gut eingerichtete Anlage.

2002:
Frau Sylvia Hartinger wird zur Gesamtwohnstättenleiterin für insgesamt 85 Wohnplätze und 12 Förderstättenplätzen berufen. Neu eingesetzt wurde eine Fachdienststelle fürs "betreute Einzelwohnen". Frau Schmaus aus der Verwaltung wird zum gleichen Zeitpunkt erste Verwaltungsleiterin, Frau Döring übernimmt verantwortlich die Lohnbuchhaltung . Die Praxen für Ergotherapie und Krankengymnastik werden eröffnet. Zunächst zwei fachlich versierte Fachtherapeuten stehen insbesondere dem behinderten und von Behinderung bedrohten Klientel für diese medizinischen Dienste zur Verfügung. Nachdem die Lebenshilfe aus allen Nähten platzt, konnte im Februar 2002 ein Haus in der Parkstr. sehr günstig erworben werden. Hier soll in Zukunft voraussichtlich Wohnraum für ambulantes Wohnen entstehen. Im Mai 2002 wurde von der Regierung von Niederbayern und des Bezirkes die Genehmigung ausgesprochen, die Platzzahl im Ebenäcker Hof von 36 Plätzen auf 32 Plätze zu reduzieren. Mit dem Umbau werden wesentlich mehr Einzelzimmer sowie größere Gruppenräume angeboten. Im Dezember 2002 wurden die Arbeiten fertig gestellt.
Die Mitgliederversammlung vom 08.11.2002 beschloss eine Namensänderung. Wir heißen nun:
Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung, Kv. Regen e. V.
Dadurch will die Lebenshilfe den Behinderten aus ihrem Wortschatz verbannen und den Menschen mit Behinderung in den Vordergrund stellen.
Im November 2002 übernahm Frau Corinna Handlos die Teamleitung des Betreuten Wohnens für psychisch kranke und behinderte Menschen.

2004:
Leider wurde die Weiterführung der AWG in der Böhmerwaldstr. seitens des Bezirks nicht genehmigt, so dass Ende August 2004 die Bewohner der AWG in den Ebenäcker Hof umziehen mussten.
Nach einer intensiven Vorbereitungsphase erhielt das Haus in der Böhmerwaldstr. eine neue Nutzung: Ende Oktober 2004 hat der Familienentlastende Dienst seine neue Wirkungsstätte im Parterre der Böhmerwaldstr. 9 bezogen. Neben dem neu eingerichteten Büro steht nun hier ein Aufenthaltsraum zur Verfügung, der von den verschiedenen Freizeitclubs rege genutzt wird.
Im Obergeschoss des Hauses wurde ab 01.07.2005 die Wohngemeinschaft eröffnet, die eine wichtige Ergänzung im Wohnbereich ist. Hier können Menschen mit geistiger Behinderung relativ selbständig leben und wohnen.

2005:
Der Spatenstich für das lang erkämpfte Kinderwohnhaus erfolgte und die Arbeiten am Haus konnten sofort beginnen. So konnte bereits am 11. Oktober 2005 Richtfest gefeiert werden.
Zum Schuljahresende 2004/ 2005 verabschiedeten wir nach über 30 Jahren intensiven Wirkens an Schule, Tagesstätte, unseren Schulleiter Klaus Dieter Starke unter Würdigung seiner Arbeit in den Vorruhestand.
Seit dem Schuljahr 2005/ 2006 haben wir die Schule und Tagesstätte strukturell neu organisiert. Als Folge dessen erhielt jede Einrichtung ihren eigenen Leiter - Herr Reimund Aulinger als Schulleiter und Herr Günther Wimmer als Tagesstättenleiter.
Frau Renate Paukner hat im September 2005 die Leitung des Familienentlastenden Dienstes übernommen.

2006:
Am 5. Mai 2006 verstarb unsere Mitbegründerin und Ehrenvorsitzende Frau Ruth Braumandl.
Im August 2006 ist unser neues stationäres Kinderwohnhaus fertig gestellt worden. Dieses Kinderwohnhaus bietet für zwei Gruppen mit je sieben Kindern eine angepasste stationäre Wohnunterkunft. Bereits im August bezogen die ersten Kinder in unser neues Haus in Zwiesel ein.

2007:
Am 15. Januar 2007 zogen 6 MitbürgerInnen in die Parkstr. 2 in Regen ein. Dieser Personenkreis nutzt das Angebot der Lebenshilfe Regen für ambulante Wohnformen. Das Haus ist grundlegend renoviert worden und bietet in zwei 2 - Zimmerwohnungen und zwei Einzelapartment Platz für 6 Mieter.
Seit März 2007 gibt es in Viechtach eine Außenstelle des Familienentlastenden Dienstes (FeD).
Der Schulleiter Herr Reimund Aulinger heiratet und verlässt aus privaten Gründen unsere Schule zum 31.07.2007. Am 1. August 2007 übernimmt Frau Marion Scholz die Gesamtleitung des Heilpädagogischen Zentrums Schweinhütt und ist verantwortlich für Schule und Tagesstätte.

2008:
Unter größten Anstrengungen kann eine neue Heilpädagogische Tagesstätte der Jugendhilfe für 9 Kinder in Regen eröffnet.
Mit dem Spatenstich am 5.09.2008 wurde mit dem Bau einer neuen Wohnanlage in Viechtach begonnen. In der Flurstraße entstehen 24 neue Wohnplätze für Menschen mit Behinderung, davon für 8 schwerst- und mehrfach behinderte Menschen.

2009:
Am 15. Mai 2009 wurde in der Christophorus-Schule Schweinhütt das zehnjährige Jubiläum der Stiftung Lebenshilfe für Mitbürger mit Behinderung gefeiert und erstmals der Ruth-Braumandl-Preis an engagierte Bürger verliehen.
Am 26. Juni 2009 konnte in de Wohnanlage Viechtach das Richtfest gefeiert werden. Der Bau für 24 Menschen mit Behinderung, davon 8 schwerst- und mehrfache behinderte Menschen, liegt voll in der Planung.
Bedarfsanerkennung und Legitimation einer Förderstätte mit 21 Plätzen in Viechtach durch den Kostenträger. Mit dem Bau soll voraussichtlich 2011/2012 begonnen werden.
Das Netzwerk Autismus Niederbayern hat die Arbeit aufgenommen. Die Lebenshilfe Regen ist Gesellschafter dieser neu installierten Beratungsstelle für Niederbayern.

2010:
Im Januar 2010 wurde eine Schreibaby-Ambulanz in der Frühförderung installiert.
Die Wohnanlage Viechtach nimmt ihren Betrieb auf. Die Leitung übernimmt Frau Renate Paukner, die bisherige Leiterin des Familienentlastenden Dienstes (FeD). 
Der Bereich Ambulant unterstütztes Wohnen (AuW) und der Familienentlastende Dienst (FeD) werden zusammengelegt in den Bereich Offene Hilfen. Die Leitung übernimmt Herr Bernhard Moissl, der bisherige Leiter des Ebenäcker Hofes.
Frau Susanne Jaschik übernimmt die Leitung des Ebenäcker Hofes.
Herr Lothar Pfeffer, bisheriger Gruppenleiter der Außenwohngruppe Bärndorf, ist neuer Leiter des Kinderwohnhauses in Zwiesel. Frau Elisabeth Treml übernimmt die Gruppenleitung der Außenwohngruppe Bärndorf.

2011:
Eröffnung eines Wohnhauses für 6 ambulante Plätze in Viechtach, Anbau eines Wintergartens an den Ebenäcker Hof in Regen, Gründungsmitglied TagWerkPlus e.V. zusammen mit BRK Regen. Beginn der Baumaßnahme für eine Förderstätte mit 21 Plätzen und 9 Plätzen für eine tagesstrukturierende Einrichtung in Viechtach. Der Ebenäcker Hof feiert 20-jähriges Jubiläum. Genehmigung für einen Wohn- und Arbeitsbereich für 24 Menschen mit Autismusspektrumsstörungen in Arnetsried/Teisnach.

2012:
Eröffnung der Förderstätte in Viechtach mit Tagesstruktur. 40-Jähriges Jubiläum der Lebenshilfe Kreisvereinigung Regen e. V. Errichtung eines 6 Parteienwohnhauses für ambulantes Wohnen in Viechtach. Entscheidung über einen Teilersatzneubau der Christophorusschule Schweinhütt mit Tagesstätte. Installierung einer Ausbildungsbeauftragten, Frau Laura Geiger.

2013:
Beteiligung am Gastfamilienprojekt in Niederbayern. Beginn der Baumaßnahmen für den Wohn- und Arbeitsbereich für 24 Menschen mit Autismusspektrumsstörungen in Arnetsried/Teisnach. Installierung einer Außensprechstunde des Netzwerks Autismus.

2014:
Beginn der Baumaßnahme für einen Teilersatzneubau der Christophorusschule Schweinhütt mit Tagesstätte. Umzug der SVE und des integrativen Kindergartens, sowie Auslagerung der Grund- Mittel- und Berufsschulstufe. Erneuerung des Außenbereichs der Interdisziplinären Frühförderung. Im Juli 2014 feierte die Interdisziplinäre Frühförderung ihr 20-jähriges Bestehen. Verabschiedung von Frau Gerit Mascher, Leiterin der Interdisziplinären Frühförderung, in den Ruhestand. Frau Christine Reis übernimmt die Leitung der Interdisziplinären Frühförderung. Im Juli 2014 konnten wir das Richtfest des Wohn- und Arbeitsbereichs in Arnetsried feiern. Frau Sandra Kusy wird Ausbildungsbeauftragte der Lebenshilfe Regen e. V.

2015:
Fertigstellung im April 2015 des „Gartenäcker Hofes“, Wohn- und Arbeitsbereich für 24 Menschen mit Autismusspektrumsstörung in Arnetsried.Die Leitung des Gartenäcker Hofes und des Ebenäcker Hofs übernimmt Frau Sylvia Hartinger. Das Kinderwohnhaus, die Wohnanlage und die Förderstätte Zwiesel stehen nun unter der Leitung von Frau Susanne Jaschik. Beginn des Modellprojekts „Inklusive Jugendarbeit“ im Januar 2015. Ab September können auch Menschen mit vorwiegend körperlicher Beeinträchtigung die Förderstätte in Viechtach besuchen.

2016:
Der Schulersatzneubau wird im April 2016 fertiggestellt. Die ausgelagerten Klassen kommen wieder nach Schweinhütt zurück, die Außenstelle in Kollnburg und Bischofsmais bleiben bestehen.Herr Gregor Doering wird neuer Leiter des Ebenäcker Hofs und der Außenwohngruppe Bärndorf. Frau Simone Zitzelsberger übernimmt ab Juli die Leitung des Kinderwohnhauses in Zwiesel und konnte somit gleich das 10-jährige Bestehen des Kinderwohnhauses mitfeiern. Zum Schuljahresende 2015/2017 verabschiedet sich nach 9 Jahren unsere Schulleitung Frau Marion Scholz aus privaten Gründen, ihr Nachfolger Herr Anton Naegeli nimmt ab August 2016 die Arbeit auf. Ebenso konnte die Leitung des integrativen Kindergartens Frau Ursula Crusilla verabschiedet werden. Neue Leitung des integrativen Kindergartens ist Frau Sonja Köstlmeier. Im September 2016 wird Frau Sylvia Hartinger in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Die Leitung des Gartenäcker Hofs übernimmt ab Oktober Frau Iris Pointinger. Herr Ulrich Buschkämper wird Gesamtwohnbereichsleiter. Im November wurde die Vorstandschaft neu gewählt, Frau Bernadette Wagenbauer wird 1. Vorsitzende der Lebenshilfe Regen e. V.

 

 

Mitgliederzahl: 389*
Mitarbeiter: ca. 400*
sowie ca. 70* ehrenamtlich tätige Mitarbeiter

* Stand zum 01.11.2016